FDP will in Steinfurt das erste “ Wasserstoff Ei “ legen

 

MdB Frank Schäffler besucht Steinfurter Liberale auf seiner Wasserstoffautotour durch NRW

Im Rahmen seiner zehntägigen Wasserstoffautotour durch Nordrhein-Westfalen war der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler am vergangenen Freitagnachmittag auch zu Gast in Steinfurt. Für die FDP ein erfreulicher Anlass das Thema Wasserstoff zu promoten. Hierzu die Stadtverbandsvorsitzende Kira Jörg: „Wir sind beim Thema Grüner Wasserstoff dabei und werden dieses Zukunftsthema aktiv unterstützen“. Bereits im letzten Jahr hatten die Liberalen sich mit der Problematik befasst und betont, dass sie für alle sinnvolle Technologien offen seien und nichts von einer einseitigen Fixierung nur auf das Thema E-Mobilität halten. Wasserstoff sei eine anerkannte Alternative im Rahmen der Energiewende und mit den heimischen Bürgerwindparks ständen die notwendigen Stromproduzenten schon parat

Die Steinfurter Liberalen hatten anlässlich des Besuches von Frank Schäffler ein hochkarätiges Expertengremium versammelt und zur einer offenen Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten auf der Bioenergieanlage in Hollich geladen.

Der Einladung waren neben Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer die Geschäftsführer der Bioenergie Steinfurt, Bernhard Wolbring, Gerd Göckenjan vom Windpark Hollich, Energielandwerker Thomas Voß und der Stadtwerkchef Rolf Echelmeyer sowie der freiberufliche Dipl. Ing. Jan-Hendrik Wolke gefolgt.

Die lebendige Veranstaltung moderierte FDP - Fraktionsvorsitzenden Stefan Ludwigs. Aus der spannenden Diskussionsrunde konnten sowohl die Steinfurter Liberalen als auch Frank Schäffler für sich neue Erkenntnisse gewinnen. Claudia Bögel-Hoyer betonte: „Wir müssen unsere tollen Potentiale und Kompetenzen, über die wir in Steinfurt verfügen, noch besser nutzten und kommunizieren“.

Zusammenfassend gingen zwei Kernbotschaften an den Vertreter der Bundespolitik. Bedeutsam sei es, die EEG-Förderung zu schärfen und im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie die dezentralen, oftmals kleinteiligen Beteiligungsmöglichkeiten zu berücksichtigen und entsprechend zu fördern, so Gerd Göckenjan.

Das aktuelle Dilemma in Bezug auf die erfolgreiche Umsetzung einer Wasserstoffstrategie machte Rolf Echelmeyer durch den Hinweis auf das „Huhn und Ei-Problem“ anschaulich. In Bezug auf den Beginn einer erfolgreichen Nutzung von grünem Wasserstoff meint dies das Missverhältnis zwischen einem aktuell noch knappen Tankstellennetz und dem Bau von mit Wasserstoff betriebenen Kraftfahrzeugen. Das versammelte Expertenteam riet der Steinfurter FDP klar zum Bau einer Wasserstofftankstelle in Steinfurt, um am Ort einen ersten Impuls wirksam zu setzten.

Dieses “Wasserstoff Ei“ nahmen die Liberalen gerne auf und stellten ihre politische Unterstützung zum Bau einer Tankanlage am Standort Steinfurt in den Focus ihrer politischen Umweltstrategie. Hierzu der FDP Fraktionsvorsitzende Stefan Ludwigs:  „Wir werden ab der nächsten Woche Gespräche mit potentiellen Betreibern aufnehmen und Umsetzungschancen prüfen“.